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Land- und Forstwirtschaft

In unserem Revier wird auf den landwirtschaftlichen Flächen ausschließlich Grünlandwirtschaft betrieben. Auf den ersten Blick scheinen dadurch optimale Verhältnisse für das Rehwild gegeben. Die intensive Bewirtschaftung der Flächen hat aber auch Nachteile.

 

Die Feldflur ist Lebensraum und Äsungsgrundlage für das Rehwild. Speziell im Mai und Juni nutzt ein Großteil der Geisen die Wiesen auch als Setzplatz.

 

Durch das großflächige Abernten und Ausbringen der Gülle wird dem Rehwild in dieser Zeit, die Äsungsgrundlage genommen. Durch diese, mehrmals in der Vegetationszeit auftretenden Situation (Ernteschock) ist das Rehwild gezwungen, in dieser Phase seinem natürlichen Äsungsrüthmus ausschließlich im Wald nachzukommen. Wodurch die Verbissbelastung steigt.

Der Großteil der Waldfläche besteht aus Fichtenmonokulturen mit einem geringen Anteil an Mischwald. Da die Forstwirtschaft größtenteils bis an die Feldgrenze praktiziert wird und kein natürlicher Waldaufbau gegeben ist, der dem Rehwild als Einstand dient, sind die Haupteinstände auch die Forstkulturen.